Aachen - Khayelitsha/Südafrika

"Wandbild für Aachen" am Bunker, Sandkaulstraße
Am 15. Oktober 2000 wurde das Wandbild im Rahmen eines Festes offiziell der Stadt Aachen übergeben. Vertreter aller beteiligten Initiativen und die Schirmherrin, Frau Sabine Verheyen, waren anwesend.

Organisation:
Dritte Welt Forum e.V. Aachen  

Kooperationspartner:
Stadt Aachen: Frauenbüro/Planungsamt/Agenda-Büro/Kulturbüro Aachener Südafrika-Initiative Dreieck.Triangle.Driehoek e.V.

KünstlerInnen:
Xolile Mtakatya/Südafrika . Brele Scholz/Aachen . Uta Göbel-Groß/Aachen

Kultursommer am Dom


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Wandbild Aachen


"Wandbild für Aachen"
Der Bunker liegt in der Innenstadt von Aachen, ca. 10 Min. Fußweg von Dom und Rathaus entfernt. Mit seiner Front an der Sandkaulstraße, die von der Autobahnausfahrt Würselen, vom Norden her, direkt ins Stadtzentrum führt, bietet er eine optimale visuelle Präsenz.


Detail
In der zweiwöchigen Entwurfszeit enstand ein detailliertes Konzept, das Motivideen der 3 Künstler zusammenbringt: das Boot-Motiv, Menschen sitzen darin verschiedener Hautfarben und Chataktere, es fährt mitten hinein in die Szenerie des fast 15 Meter breiten Frieses. Aktionen zwischen den Menschen im Boot und außerhalb des Bootes finden statt. Daneben eine eher mythische Szenerie mit einer Erd-Figurine, dem Narr, der den Spiegel vorhält, ungestraft die Wahrheit verkünden darf. Die Künstler haben gemeinsam die gesamte Komposition ausgearbeitet und in der Umsetzung einzelne Figuren und Parts übernommen. Aber auch ein gemeinsames Arbeiten, ein sich in die eigene Handschrift hineinwagen, fand statt. So überspannt ein 15m langer Bogen sowohl alle Motivgruppen, vereint aber auch die individuellen künstlerischen Stile zu einem Ganzen.
"Kein Mensch ist illegal" ist der Name des Bootes und der Titel des fertigen Wandbildes.




Partnerschaft Aachen - Khayelitsha


Khayelitsha
Ende Juni 2000 haben Aachen und Tygerberg (Stadtteil von Kapstadt) einen Kooperationsvertrag im Sinne der AGENDA 21 unterzeichnet. In diesem Vertrag wird die Förderung der Zusammenarbeit von Nicht-Regierungs-Organisationen festgehalten. So besteht z.B. seit März 1998 eine Partnerschaft zwischen dem Welthaus Aachen und der Organisation KERIC (Khayelitsha Education Resource and Information Centre) aus der Township Khayelitsha bei Kapstadt.
In Khayelitsha leben eine dreiviertel Million Menschen auf kleinstem Raum.

Das team
Ein bitteres Erbe der Apartheid ist Armut. Organisationen wie KERIC und KHAYMEP machen den Einwohnern Mut, für ein menschenwürdiges Leben zu kämpfen.

"Aus diesem Grund ist unsere Partnerschaft mit KERIC in Khayelitsha ein wesentlicher Bestandteil der Agenda-Arbeit, der Umwelt- und Eine-Welt-Initiativen vor Ort. Mit KERIC verbindet uns das gemeinsame Ziel, zukunftsfähige Lebenszusammenhänge im Sinne von sozialer und ökologischer Verträglichkeit zu schaffen." (aus: "KAP - Eine Welt beginnt vor Ort", Hrsg. Welthaus Aachen)

Internet: Community H.E.A.R.T: www.community-heart.org.uk







Die KünstlerInnen


Xolile Mtakatya



Xolile Mtakatya
Xolile Mtakatya wurde 1968 in Kapstadt geboren. Seit seiner Verhaftung als aktives Mitglied des Cape Youth Congress 1986 ist er künstlerisch aktiv. Nach Abschluß des Studiums der "Fine Arts" 1993 bietet er Kunstworkshops im Rahmen von Community Projekten an. Neben seiner selbständigen Tätigkeit als Künstler arbeitet er als Designer und Maler bei KHAYMEP (Khayelitsha Media and Development Project). Er hat in den letzten Jahren an zahlreichen internationalen Kunstprojekten mitgearbeitet, z.B. am Projekt MURAL GLOBAL in Osnabrück 1999 und in Hagen und Essen 2000.



Brele Scholz



Lebensfries ( Detail)
Brele Scholz begann als Autodidaktin mit politischer Grafik, entwickelte dann einen komplexen, über die enge politische Aussage hinausgehenden Kanon künstlerischen Ausdrucks. Über die persönliche Befragung sucht sie zu wesentlichen und allgemeingültigen Aussagen über menschliches Verhalten zu kommen. Beispiele hierfür sind ihre Arbeit "ORTLOS" (Installation zum Thema Asyl und Flucht) oder die Installation "Fluchtgeschichten" (in gemalte Bücher gefaßte Interviews über die Zeit 1933-48).


Uta Göbel-Groß


Walkabout VI
Die Arbeiten von Uta Göbel-Groß zeugen von jahrelanger Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen, ihren Inhalten und Ausdrucksformen. Einer bildnerischen Archäologin gleich untersucht sie die Wurzeln fremder Völker, zeigt Brücken zwischen entfernt liegenden Kulturen auf und integriert das Gefundene als Versatzstücke in ihre Kunst. Es entstehen interkulturelle Dialoge, aber auch Dialoge mit Menschen, deren Spuren in den Arbeiten sichtbar bleiben (etwa in den Körperabdrücken der Arbeit "BRUST") und Dialoge mit Zeichen, Symbolen und gefundenem Material (z.B. Holzobjekte der Serie "ANGST ESSEN SEELE AUF", Serie "WALKABOUT").






Unterstützer:Das "Wandbild für Aachen" wird finanziert aus Preisgeldern des MASSKS (Land NRW) und aus Mitteln des Agenda-Büros und des Kulturbüros der Stadt Aachen.

SPONSOREN: Itertalklinik, Itertalklinik Seniorenzentrum, Firma Capellmann . Gerüstbau, Beißel´s Foto-Basar, Firma BOCK, Farben/Malerwerkzeuge, BOENDGEN, Baumaterial, Firma Josef Berg . Bauunternehmung, Vika - Ingenieur GmbH



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